Mit Freude, Zuversicht und innerer Stärke den pädagogischen Alltag gestalten - eine Fortbildung zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan

Die Fortbildung ist an den Grundsätzen und Prinzipien des BEP ausgerichtet und methodisch auf der Grundlage des Zürcher Ressourcenmodell (ZRM)©️konzipiert. In diese Fortbildung werden stets systematisch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einbezogen und für die Teilnehmenden transparent gemacht. Der Bezug zum Bildungsplan spiegelt sich in jedem Teilbereich der 3-tägigen Fortbildung wider. 

 

Um die Lesbarkeit des Textes zu vereinfachen werden alle Personen im Bildungsalltag als Fachkräfte bezeichnet. Dies schließt ausdrücklich Tagespflegepersonen, Fachkräfte von multiprofessionellen Teams und Lehrpersonen, Personen aus Familienbildungsstätten, etc. mit ein.

 

Ziele:

Ziel der Fortbildung ist, die Fachkräfte zu befähigen, eine Haltung zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht, mit unterschiedlichen Herausforderungen konstruktiv umzugehen und damit die Ziele des Bildungsplans im Alltag umzusetzen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, sich als Pädagogische Fachkraft selbstwirksam und kraftvoll zu fühlen, sich der eigenen Ressourcen bewusst zu werden und dadurch Wohlbefinden, innere Ruhe und Klarheit zu spüren, als wichtige Grundlage, um sich den Kindern und Eltern - aber auch allen anderen am System Beteiligten, als kompetente und professionelle Personen zur Verfügung zu stellen und damit ihrer Vorbildrolle im positiven Sinne gerecht zu werden. 

 

Die Fachkräfte beschäftigen sich vertieft mit dem BEP und sie erhalten theoretisches Hintergundwissen zu den Prinzipien des menschlichen Handelns. Der theoretische Hintergrund stärkt Fachkräfte darin, sich selbst als Expertinnen in eigener Sache zu erleben. Damit wird das Selbstwirksamkeitserleben gefördert, was für die psychische Gesundheit von Fachkräften unabdingbar ist. Die Fachkräfte erhalten den Raum, sich ihr Wissen im Sinne der Ko-Konstruktion selbst zu erarbeiten und damit die Brücke zum Alltag zu schlagen. 

Methoden:

In der Fortbildung nehmen wir die Prinzipien des BEP in den Blick und erarbeiten mit Methoden des Zürcher Ressourcenmodells (ZRM) individuelle  Selbstmanagementverfahren, die es dem Team und einzelnen Teammitgliedern, Tandem-Personen ermöglichen, in der entsprechenden Situation (alltagsbezogen) mit dem erwünschten Verhalten zu reagieren. 

 

Es gibt weiterhin eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden, wie z. B.:

  • kurze strukturierte Theorieanteile in Form von Präsentationen, 
  • Gruppenarbeiten - hier werden unterschiedliche Schritte der Interaktionsqualität in den Fokus genommen.
  • Einzelne Workshops
  • Rollenspiele 
  • Fallbesprechungen
  • Reflexionen
  • Feedbackrunden 

 

Alle diese Methoden ermöglichen die vertiefte Auseinandersetzung mit dem BEP und den Transfer in den Alltag. 

 

Inhalte, Prozessorientierung und Praxistransfer

 

Wir schauen gezielt in allen drei Tagen auf die Grundsätze und Prinzipien des BEP und darauf, wie es gelingt, diese Grundsätze und Prinzipien nicht nur im Alltag in der Institution zu etablieren, sondern auf der Ebene der Fachkräfte zu verankern, so dass sie im besten Falle von der Gesamtpersönlichkeit der Fachkräfte getragen werden können. 

 

Denn nur wenn diese Ziele von der Gesamtpersönlichkeit getragen werden, haben sie eine Chance in die Praxis umgesetzt zu werden.

 

Grundlage dieser Fortbildung ist der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan und als ein wichtiger Teil daraus die Bedeutung der Fachkraft-Kind-Interaktion sowie das Verhältnis der Fachkräfte zum Bild vom Kind sowie zum Bildungsverständnis der einzelnen Fachkräfte. Dieses wird durch die o.g. Methoden mit dem Alltag abgeglichen und weiterentwickelt. Einzelne Situationen werden beleuchtet und Herausforderungen identifiziert. Gerade diese Herausforderungen sind es, die das individuelle Wohlbefinden der Fachkräfte oft beeinträchtigen und damit auch die Interaktionsqualität.

 

Dieser Fortbildung auf der Grundlage des BEP liegt die Theorie zugrunde, dass das individuelle, psychobiologische Wohlbefinden von Fachkräften durch ressourcenorientiertes Selbstmanagement gefördert werden kann. Es ermöglicht mehr Zusammenhalt im Team und es können negative Auswirkungen - wie stressbedingte Erkrankungen - eingedämmt werden. 

Die Fachkräfte können sowohl eine Team-Haltung entwickeln als auch individuelle Haltungsziele erarbeiten.

 

Wenn wir auf der Team-Ebene arbeiten, nehmen wir unbewusste Prozesse vor allem im Zusammenhang mit der Teamkoordination in den Blick. 

 

Das ist ein wesentliches Ziel der Interaktionsqualität im Bildungsort, insbesondere auch im U3 Bereich, wo es ganz explizit um Responsivität der Fachkräfte geht. 

 

In jedem Fall stärkt die Arbeit an den Haltungszielen den Gemeinschaftssinn und die Teams und die Fachkräfte werden stärker darin, sich den Herausforderungen zu stellen und diese auf eine gesunde Art zu bewältigen.

 

Das heißt, nur wenn die Teilnehmenden eine Haltung entwickeln und / oder bewahren können, die dem Wohl des Kindes entspricht, sich an dessen Bedürfnissen orientiert und diese in das Zentrum ihres Handelns stellen können, wird es möglich sein, die Kinder unterschiedlicher Altersgruppen und mit allen Vielfaltsaspekten angemessen in den Blick zu nehmen und sie in ihrer Entwicklung kinderrechtsbasiert analog der Ziele des Bildungsplans zu begleiten. 

 

Um zum Beispiel das Bildungsziel „Stärkung der Basiskompetenzen der Kinder“ zu erreichen, ist eine kritische Selbstreflexion der Fachkräfte unabdingbar. In wieweit stellen sich die Fachkräfte als Vorbild bewusst zur Verfügung und begleiten die Kinder ko-konstruktiv an allen sie betreffenden Prozessen im Alltag? 

 

Inwieweit sind sich die Fachkräfte ihrer individuellen Stärken und Bedürfnisse bewusst? 

 

Gerade in Bezug auf die momentane gesellschaftliche Situation, die Situation in den Kitas - die sich fast ausschließlich im Mangel zeigt, sich defizitär äußert und erlebt wird, ist es besonders wichtig, sich auf seine Stärken, seine ganz individuellen Ressourcen zu besinnen. 

 

Die Fortbildung ist akkreditiert als BEP-Fortbildung mit der Anerkennungsnummer: 

SYSLOC-FK3-3203