Machtmissbrauch und Übergriffe verhindern

Machtmissbrauch und Übergriffe verhindern

Kinder am Arm in den nächsten Raum ziehen, über ihre Köpfe hinweg entscheiden, was als nächstes gemacht wird, Kinder von Aktivitäten ausschließen, Kinder anschreien und sanktionieren… Kinder ignorieren, zynisch und sarkastisch auf Bedürfnisse von Kindern reagieren… all das sind Dinge, die sich im Bildungs- und Erziehungsalltag einschleichen können und damit – sofern sie unreflektiert und unbearbeitet bleiben – dem Machtmissbrauch, Übergriffen und der Gewalt Tür und Tor öffnen.

Viele Fragen stellen sich nach solchen Feststellungen: Wie ist das möglich? Was veranlasst die Fachkräfte dazu, sich so zu verhalten? Warum wird/wurde das Verhalten geduldet, unterstützt bzw. nicht unterbunden? Wer trägt die Verantwortung? Welche Kultur herrscht in Einrichtungen? Und was kommt jetzt? Wie soll es weitergehen?

Auf alle diese Fragen werden wir eingehen und versuchen entsprechende Antworten zu finden. Der Fokus liegt jedoch auf der Fragen: „Und was kommt jetzt? Und wie soll es weitergehen? Welche Kultur wollen wir in unserer Einrichtung etablieren“ 

Sie lernen in der Fortbildung Methoden kennen, um die in ihren Einrichtungen herrschende Kultur kritisch zu reflektieren. Sie hinterfragen, welche Bedürfnisse in welcher Situation im Alltag an erster Stelle stehen und welche Auswirkungen diese haben können. Sie erfahren, wie sie gemeinsam im Team eine tragfähige Kultur entwickeln oder erhalten können, in der Wertschätzung, Empathie und Achtsamkeit nicht nur Worte – sondern gelebter Alltag sind. Die Teilnehmer erhalten Impulse, ein eigenes Schutzkonzept zu entwickeln, welches ein zeitnahes Reagieren auf Missstände ermöglicht. 

Sie erfahren, wie Sie das Recht der Kinder auf Schutz vor Übergriffen und Machtmissbrauch in Ihrem Alltag besser umsetzen können. Durch das frühzeitige Erkennen und die Abwendung von Gefährdungen aus der eigenen Einrichtung können Sie maßgeblich dazu beitragen, dass das Wohl der Kinder in Ihrer Einrichtung gewahrt bleibt. 

Inhalte der Fortbildung sind:

-       Methoden zur kritischen Reflexion der Kultur in den Einrichtungen kennenlernen und einüben

-       Was ist Macht und was bedeutet Gewalt?

-       Erklärungsmodelle zur Entstehung von Gewalt 

-       Bedürfnisse erkennen und Chancen nutzen 

-       Argumentationshilfen zur Gewaltprävention 

-       Professionalität in der Betreuung 

-       Problemfelder erkennen und handeln 

-       Kommunikation

-       Beobachten ohne zu bewerten

-       Gefühle wahrnehmen und ausdrücken

-       Achtsamkeit, Wertschätzung, Empathie

-       Impulse, um ein eigenes Schutzkonzept zu entwickeln

 

  • Die Veranstaltung ist als Fortbildung nach dem BEP im Sinne der BEP-

    Qualitätspauschalen für Kindertageseinrichtungen und für die Kindertagespflege vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit der Anerkennungs- Nr. SYSLOC-FK557-2184 anerkannt.